SOCIAL MEDIA & E-LEARNING

Praxisbeispiel: Besucher online informieren und begeistern - der Kletterwald in Darmstadt

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Praxisbeispiel: Besucher online informieren und begeistern - der Kletterwald in Darmstadt

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Mitten in Darmstadt gibt es den „Kletterwald“ – ein Freizeitpark für Familien und Kletterfreunde, die Spaß an einem kleinen Abenteuer haben. Thorsten Held ist bei der Weitblick Naturerlebnis GmbH für Kommunikation und Marketing zuständig. Mit dem eBusiness-Lotsen Darmstadt-Dieburg spricht er darüber, welche Rolle Online-Marketing für den Erfolg der Kletterwälder spielt.

eBL: Welche Rolle spielt denn die Webseite in Ihrer Kommunikationsstrategie?

Held: Es ist eine wichtige Infoquelle für unsere Besucher. Wer zu uns kommen will, muss vorher jede Menge wissen – was muss ich mitbringen, wie ist es mit der Sicherheit, wie sind die Abläufe, für wen ist so ein Kletterwald geeignet.

eBL: Also sehr viele grundlegende Informationen, weniger aktuelle Informationen?

Held: Der Fokus liegt auf grundlegenden Infos, die unsere Gäste brauchen. Wir haben uns genau überlegt, wer kommt auf die Seite, was müssen wir auf den ersten Blick anbieten und vermitteln. Natürlich haben wir auch aktuelle Themen darauf, die aber auch eher formal sind, beispielsweise bestimmte Veranstaltungen, geänderte Öffnungszeiten etc. – die „emotionaleren“ Themen gehen hauptsächlich über Social Media raus.

eBL: Aber ihre Webseite kann noch mehr?

Held: Ja, unsere gesamte Kundenverwaltung läuft darüber. Kunden können sich dort einbuchen, Gutscheine bestellen, Adressen können hinterlegt werden. Auch das Intranet für unsere Mitarbeiter ist damit verbunden. Sie ist also auch im organisatorischen Bereich sehr wichtig.

eBL: Wie machen Sie ihre Webseite bekannt?

Held: Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir regional relativ bekannt sind und ein klares Alleinstellungsmerkmal haben – die Webseite kommunizieren wir immer mit, aber wir bewerben sie nicht gesondert. Auf Facebook schalten wir allerdings Werbung.

eBL: Welche Erfahrungen haben Sie mit Facebook-Werbung gemacht?

Held: Sehr gute, eigentlich. Der Vorgang ist relativ unkompliziert, man kann seine Zielgruppe gut eingrenzen und es bringt mehr Aufmerksamkeit auf die Webseite. Rein quantitativ, die qualitative Bewertung steht noch aus. Wir planen eine neue Kundenumfrage, bei der wir auch Facebook einbeziehen wollen. So können wir herausfinden, wie wertvoll diese Aktivitäten wirklich sind.

eBL: Umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus – ohne Werbung ist es mittlerweile schwer, auf Facebook gute Reichweiten zu erzielen.

Held: Das stimmt, ja. Man muss Facebook ständig füttern, sowohl mit guten Inhalten als auch mit Werbung. Es ist für die meisten Unternehmen definitiv nichts, was man einfach so „nebenher“ machen kann, wenn man erfolgreich sein will.

eBL: Sie sprechen die „guten Themen“ an. Wie organisieren sie die?

Held: Für Facebook müssen das die Leute leisten, die draußen vor Ort sind und in den Kletterwäldern mit den Menschen arbeiten. Insbesondere da auch Fotos eine wichtige Rolle spielen, die meistens eine bessere Reichweite erzielen. Das können wir aus dem Büro so nicht leisten. Deswegen gibt es „Facebook-Beauftragte“ unter den Mitarbeitern.

eBL: Und das funktioniert?

Held: Ja, solange der Mitarbeiter eine private Begeisterung dafür mitbringt und Spaß an der Kommunikation hat. Wenn jemand sagt „Social Media finde ich doof“ und sich auch privat nicht damit beschäftigt, dann wird es sehr schnell sehr zäh.

eBL: Mit welchen Zielen setzen Sie Social Media ein?

Held: Es ist insbesondere ein Instrument zur Kundenbindung, um sich regelmäßig in Erinnerung zu bringen. Beispielsweise wenn wir im Park neue Kletterangebote haben. Ergänzend verbreiten wir über YouTube Erklärvideos, die bestimmte Abläufe im Park viel besser veranschaulichen, als das allein über Text und Bild möglich wäre.

eBL: Wie wichtig ist „online“ in Ihrem Marketing-Mix?

Held: Ich schätze so 40% bis 50%, aus dem Bauch heraus. Also schon sehr wichtig. Wir probieren aber auch ergänzend immer noch andere Maßnahmen aus, beispielsweise arbeiten wir gerade an einer längerfristigen Radio-Kampagne im regionalen Radio. Das dritte Standbein sind Events, beispielsweise das Kinderfest in Mainz oder beim Waldtag, da sind wir mit dabei und machen auf uns aufmerksam.

eBL: Und wahrscheinlich die Mund-zu-Mund-Empfehlung?

Held: Klar, zufriedene Kunden sind das wichtigste Marketing-Instrument überhaupt für uns. Natürlich ist es dann aber wichtig, dass, wenn jemand von uns gehört hat und dann auf unsere Webseite kommt oder bei Facebook schaut, wir ihn dann für unsere Sache begeistern können. Da müssen Ansprache und Themen stimmen, damit aus dem Erstkontakt ein zahlender Kunde wird.

eBL: Apropos Ansprache und Themen - was hat es mit der Weitblick-Akademie auf sich?

Held: Dabei handelt es sich um ein eigenständiges Coaching-Angebot für Teams, bei der unsere Kletterwälder als Coaching-Maßnahme auch einbezogen werden. Hier ist die Zielgruppe aber komplett anders. Daher haben wir uns dafür entschieden, eine Webseite mit einer eigenen Ansprache speziell für das Business online zu stellen. Auf dieser können wir viel gezielter auf die Ansprüche der Zielgruppe eingehen - ohne damit unsere eigentliche Webseite unnötig zu verkomplizieren.

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