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eBusiness-Lotse: Neustart in die Industrie 4.0

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eBusiness-Lotse: Neustart in die Industrie 4.0

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Knapp drei Jahre ist es her, dass wir mit dem eBusiness-Lotsen Darmstadt Dieburg gestartet sind, mit dem Ziel, Wissen zu Digitaler Kommunikation, Wissensmanagement und neuen Kommunikationstechnologien kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region zu vermitteln. Knapp 400 Beratungen und über 100 Infoveranstaltungen später glauben wir: Das hat gut geklappt. Auch und vor allem dank unserer Partner wie der IHK Darmstadt, der HWK Frankfurt Rhein-Main, der IHK Wiesbaden und zahlreichen Wirtschaftsförderungen und regionalen Multiplikatoren. Besonderer Dank gilt der Finanzierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Unterstützung und Betreuung durch den DLR, die Begleitforschung von WIK Consult und den zahlreichen Kollegen im Lotsen-Netzwerk - nur so war es überhaupt möglich, ein Projekt dieser Größenordnung zu stemmen.

Es geht weiter in der Agentur Mittelstand 4.0: Kommunikation

Zwar endet das Projekt eBusiness-Lotse, aber natürlich bleiben wir weiter den Themen digitale Kommunikation und Medienwandel treu. Gerade arbeiten wir gemeinsam mit Kammern und Wirtschaftsförderungen daran, dass wir Unternehmen auch in Zukunft die beliebten Website-Checks, Online-Marketing-Sprechstunden und neue Beratungsleistungen anbieten können.

Außerdem freuen wir uns darüber, dass wir Teil eines neuen BMWi-Förderprojekts sein dürfen, das sich mit Digitalisierungsprozessen in der Wirtschaft auseinandersetzt. Gemeinsam mit Kollegen arbeiten wir deutschlandweit in der „Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation“ an Konzepten und Maßnahmen, um hilfreiches Expertenwissen zu Digitalisierung und Industrie 4.0 an Multiplikatoren und mittlere Unternehmen weiterzugeben. Unser fachlicher Schwerpunkt liegt dabei neben der Analyse der digitalen Kommunikationslandschaft und daraus resultierenden Beratungs- und Weiterbildungsleistungen speziell auf der Implementierung von Kommunikations- und Wissensprozessen in Unternehmen. Ziel ist es, die Entscheidungskompetenz in Unternehmen, Kammern und Verbänden durch fachliche Unterstützung und sinnvolle Praxisbeispiele zu stärken.

Möchten Sie auch in Zukunft über unsere Leistungen und Angebote informiert werden, dann tragen Sie sich bitte für den eBusiness-Newsletter des Instituts für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt ein.

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Fazit nach drei Jahren eBusiness-Lotse: Digitalisierung in der Kommunikation – viele Unternehmen stehen noch am Anfang

Auch nach dem Projektende des eBusiness-Lotsen sind die Themen digitales Marketing und Online-Kommunikation für kleine und mittlere Unternehmen noch lange nicht abschließend behandelt. Bis zuletzt ist uns aufgefallen, dass häufig noch große Unsicherheit vorherrscht im Umgang mit neuen Medien und digitalen Technologien. Das grundlegende Verständnis für die Digitalisierung und daraus resultierende Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft fehlt meist. Die besondere Herausforderung dabei: Veränderungen durch die Digitalisierung passieren deutlich schneller als viele kleine und mittlere Unternehmen und auch viele Dienstleister Schritt halten können. Als Beispiel: Obwohl gerade jüngere Zielgruppen das Internet fast exklusiv über mobile Endgeräte nutzen, werden auch in 2015 noch immer Webseiten ins Netz gestellt, die nicht für Smartphones und Co. optimiert sind. Auch das Potenzial von sozialen Medien wie Facebook bleibt häufig ungenutzt - zwar finden Aktivitäten statt, diese sind aber selten zielgerichtet und kaum erfolgreich. Gerade die strategisch sinnvolle Verknüpfung der Vielzahl an einzelnen digitalen Kanälen fällt vielen Unternehmen schwer.

Erfolgreiches Wissensmanagement braucht mehr Planung

Das Wissen der Mitarbeiter stellt für Unternehmen einen enormen Wert dar und sollte deshalb regelmäßig ausgetauscht und dokumentiert werden. Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn Mitarbeiter den Betrieb verlassen, damit das Wissen weitergeben werden kann und so erhalten bleibt. Ein weiteres Beispiel ist die Sicherung von Projekterfahrungen aus abgeschlossenen Projekten. Durch den Einsatz digitaler Lösungen wird Wissen schneller verfügbar, kann besser durchsucht und einfacher verarbeitet werden. Eine geeignete Strukturierung und Sicherung des Wissens steht hierbei im Mittelpunkt.

Die Relevanz des Wissensmanagements für das eigene Unternehmen haben KMU häufig bereits erkannt. Einige setzen gezielt Maßnahmen um, viele sind jedoch noch überfordert von der Vielzahl an Methoden und Lösungen und haben wenig Zeit, sich im Alltag mit dieser Thematik intensiv zu beschäftigen. Wissensmanagement kann aber gerade für KMU essentiell sein, wenn sie sich schnell an neue Marktanforderungen oder Richtlinien und Gesetze anpassen müssen. Das wurde in den von uns durchgeführten Lotsen-Veranstaltungen sehr deutlich. Die Unternehmen hätten gerne Lösungen, die sich mit geringen personellen und finanziellen Mitteln umsetzen lassen.

Lernen und Wissenserwerb ändern sich aufgrund der ständig vorhandenen Möglichkeit, auf Informationen aus dem Internet zuzugreifen und mit anderen Personen in Kontakt zu treten. Handwerker nutzen zum Beispiel WhatsApp, um bei Problemen auf der Baustelle eine Frage an Kollegen zu stellen und das Problem mit einem Foto zu beschreiben. Solche Veränderungen werden von den Mitarbeitern vorangetrieben. Die Erfahrungen unserer Lotsentätigkeit zeigt, dass es in KMU viele Hürden zu überwinden gilt, bevor Methoden des E-Learnings in der Breite eingesetzt werden. Dabei sollten gerade KMU, für die eine hohe Flexibilität beim Einsatz ihrer Mitarbeiter wichtig ist, besonders offen sein für neue Lerntechnologien. Als Beispiel: Die Schulung von Außendienstmitarbeitern per Online-Meeting kann Reisekosten und wertvolle Arbeitszeit sparen.