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Erfolgreiches Wissensmanagement am Beispiel des Mittelständlers Helmut Beyers GmbH

Erfolgreiches Wissensmanagement am Beispiel des Mittelständlers Helmut Beyers GmbH

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Produktion bei Helmut Beyers

Die Helmut Beyers GmbH mit Sitz in Mönchengladbach ist ein Elektronik-Dienstleister mit ca. 160 Mitarbeitern. Zu seinen Dienstleistungen zählen die Produktion von Elektronikbaugruppen und -geräten sowie begleitende Dienstleistungen von der Entwicklung bis zum Versand an den Endkunden. 2009 nahm die Helmut Beyers GmbH am Projekt Prozessorientiertes und -integriertes Wissensmanagement in KMU (ProWis) des Fraunhofer IFF und Fraunhofer IPK teil.

Der eBusiness Lotse Darmstadt-Dieburg hat mit Jan Renker und Sabine Salgado über ihre Erfahrungen aus dem Wissensmanagement-Projekt gesprochen.

Welche Gründe/Motivation hatte Ihr Unternehmen bei der Einführung von Wissensmanagement?

Sabine Salgado: Wir sind ein Dienstleister, auch wenn wir für unsere Kunden Elektronik produzieren. Um Kunden maßgeschneiderte Dienstleistungsfertigung in Deutschland anzubieten, müssen wir unsere Kunden gut beraten und uns durch Wissen im Wettbewerb differenzieren. Unser Auditor im Qualitätswesen machte uns dann auf ein EU-Projekt zum Thema Wissensmanagement aufmerksam. Das fanden wir interessant und wir haben mitgemacht.

Welche Werkzeuge oder Methoden setzen Sie im Wissensmanagement ein? 

Sabine Salgado: Ein wichtiges Instrument für das Wissensmanagement ist die Wissensbilanz. Die ist ein breites Instrument zur Dokumentation und Verbesserung des Intellektuellen Kapitals von Unternehmen. Sie ist aber auch für das Wissensmanagement sehr praktisch. Die Wissensbilanz zeigt uns, wo wir bereits fit im Wissensmanagement sind und wo wir noch besser werden müssen, um unsere Strategie gut umzusetzen und langfristig erfolgreich zu sein. Aus den Bedarfen, wie sie aus der Wissensbilanz deutlich wurden, haben wir weitere Instrumente des Wissensmanagements abgeleitet: die Einführung eines Unternehmensleitbildes etwa, die Einführung schwarzer Bretter in der Cafeteria zur Information aller Mitarbeiter und die Etablierung einer Mitarbeiterzeitung, die drei Mal jährlich erscheint. Auch ein Ideenmanagement wurde als Konsequenz aus der Wissensbilanz eingeführt: Zunächst in Form eines Ideenwettbewerbs, später als ständiges Vorschlagswesen mit Prämien für besonders gute Ideen. Aber auch so einfache Maßnahmen wie „lessons learned“-Sitzungen nach größeren Projekten gehören für uns zum Wissensmanagement.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? 

Jan Renker: Innerhalb der Strategie BEYERS 2015 ist ein wichtiges Projekt auch eine weitere Systematisierung des Wissensmanagements: wir möchten schauen, ob alle Methoden des Wissensmanagements bzw. alle in diesem Rahmen etablierten Kommunikationskanäle passend und effizient sind. Auch möchten wir einmal gefundene Lösungen für Probleme besser dokumentieren und wieder abrufbar machen, um das Rad nicht immer wieder neu zu erfinden. Denn das passiert in einigen Bereichen des Unternehmens noch, weil Wissensmanagement noch nicht systematisch genug angewandt wird und noch nicht überall im Unternehmen zur Arbeitsphilosophie geworden ist.

Möchten Sie mehr über erfolgreiches Wissensmanagement bei der Helmut Beyers GmbH erfahren?  Hier finden Sie die vollständige Fassung des Interviews mit Sabine Salgado und Jan Renker als PDF-Dokument.

Bildquelle: Helmut Beyers GmbH

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