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Bertaloths Bilanz: 1 Jahr bei Facebook

Bertaloths Bilanz: 1 Jahr bei Facebook

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Der Fachhändler für alles rund um HiFi vom Hifi-Studio-Modau zieht eine erste Zwischenbilanz. Im März 2013 ist er mit einer Unternehmensseite bei Facebook eingestiegen. Mit Erfolg?
 
>> Herr Bertaloth, vor rund einem Jahr waren Sie das erste Mal beim eBusiness-Lotsen und haben sich zum Thema Facebook und Online-Marketing informiert. Danach haben Sie sich auf Facebook ausprobiert. Was ist Ihre erste Zwischenbilanz?
 
<< Ich bin nicht unzufrieden, hätte mir aber noch mehr erwartet. Ich habe in einem Jahr rund 200 Fans gesammelt und ein Umsatzplus im vierstelligen Bereich, das ich direkt auf Facebook zurückführen kann. Dafür habe ich keine Werbeanzeigen gekauft, meine Fans kommen also aus dem unmittelbaren Kundenkreis. Es wächst langsam, aber beständig. Qualität ist mir wichtiger als Quantität.
 
>> Das klingt doch schon recht ordentlich. Wie steil war die Lernkurve?
 
<< Am Anfang war es schon schwierig. Die Seite habe ich zusammen mit einem Dienstleister eingerichtet, aber mittlerweile komme ich ganz gut allein zurecht. Ein paar technische Stolpersteine gab und gibt es aber immer wieder. Einfach ist es nicht.
 
>> Apropos „erzählen“ - wie finden Sie denn Ihre Themen?
 
<< Die finde ich ganz einfach im Arbeitsalltag – da passiert ja eine Menge. Zum Beispiel komme ich rum auf Messen oder Fachtagungen. Außerdem kommen ständig neue Produkte rein. Oder meine Werkstatt, in der wir sogar fast schon historische Hifi-Geräte restaurieren. Mittlerweile habe ich ein Gefühl dafür entwickelt, wann ich ein gutes Facebook-Thema habe. Der Gesprächsstoff geht mir so schnell nicht aus.
 
>> Haben Sie denn Vorlieben bei Ihren Kunden festgestellt – worauf reagieren die besonders gut?
 
<< Also ab und zu ein selbstgemachtes Bild oder Video ist schon wichtig. Auf direkte Kaufangebote kriege ich normalerweise weniger Reaktionen als auf die Geschichten „drum rum“, die einfachen Dinge. Zum Beispiel engagiere ich mich ehrenamtlich, unterstütze einen Verein der krebskranken Kindern hilft oder mache mal spezielle Angebote für Kunden, die das Geld nicht so locker haben. Wenn ich darüber schreibe, dann kriege ich besonders viele Reaktionen.
 
>> Also weniger ein „Verkauf“-Kanal als ein „Erzähl“-Kanal, damit Sie sich als Unternehmer ein Image aufbauen können?
 
<< Ja – mir geht es darum meine Leistungen und Produkte zu präsentieren. Ich sehe Facebook und das Internet generell als eine Art Bühne, auf der ich mein Unternehmen so präsentieren kann, wie ich das möchte.
 
>> Wieviel Zeit braucht das?
 
<< Am Tag versuche ich etwa eine Stunde zu investieren – mindestens. Aber es ist äußerst schwer die Zeit zu finden, da ich ja auch ein Geschäft führen muss. Aber man lernt ja auch dazu und wird schneller.
 
>> Macht es denn Spaß?
 
<< Es ist jede Menge Arbeit, aber wenn die Leute mitmachen und Kommentare schreiben oder auf „Gefällt mir“ klicken, dann macht es auch Spaß.
 
>> Am Anfang hatten Sie auch ein bisschen Sorgen, dass Sie öffentlich kritisiert werden oder Kunden sich beschweren. Gab es da Probleme?
 
<< Nein, gar nicht. Nicht eine Kritik. Die Reaktionen sind durchweg positiv. Selbst wenn jetzt Kritik kommen würde, würden die positiven Bewertungen deutlich überwiegen. 
 
>> Aktuell sind Sie nur auf Facebook unterwegs. Was steht als nächstes an?
 
<< Ich möchte gerne noch mehr auf Facebook machen, aber jetzt ist erstmal meine eigene Webseite dran. Diese möchte ich neu entwickeln und überlege gerade, was die richtige Strategie ist. Ich habe viel zu erzählen und möchte meine Begeisterung über meine Arbeit gerne mit den richtigen Leuten teilen, die sich auch für Hifi begeistern. Wahrscheinlich suche ich mir dafür einen Dienstleister, der mich unterstützt.
 
>> Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg, besonders mit Ihren nächsten Online-Projekten!
 
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